GRÜNE Wortmeldungen in der 2. GR-Sitzung
Tagesordnung der 2. Gemeinderatssitzung vom Donnerstag, 26. Februar 2004
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Wortmeldung zu TOP Nr.6 (Abfallordnung) der GR-Sitzung vom 26.02.2004
Die Fraktion der GRÜNEN gibt dazu nachfolgende
Anregung:
Der Vertrag mit der Fa. AVE betreffend den Transport und die Entsorgung der biogenen Abfälle endet mit 31.Dezember 2004. Die durch die Einrichtung dieses Provisoriums anfallenden hohen Transport- und Entsorgungskosten belasten verstärkt auch das Gemeindebudget.
Daher sind rechtzeitig alternative Möglichkeiten der Biomüllentsorgung und Wiederverwertung zu diskutiert und konkrete Lösungsmodelle zu erarbeiten. Dies sollte in einer ehestmöglich einzuberufenden gemeinsamen Sitzung des Umweltausschusses und des Dienstleistungsausschusses erfolgen.
Dieser Sitzung können auch externe Experten als fachkundige Personen beigezogen werden.
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Wortmeldung zu TOP Nr.10 a), Lfd.Nr. 06 (Laimer u. Sparkasse Bad Ischl) der GR-Sitzung vom 26.02.2004
Der geplante Sanierung bzw. dem Abbruch und einer Neuerrichtung eines Geschäftshauses am Auböckplatz stehen wir grundsätzlich positiv gegenüber. Soll doch dabei auch die Amadeus-Filiale von der Pfarrgasse hierher übersiedeln. Somit eröffnet sich die einzigartige Möglichkeit, das geplante Bürgerservicebüro der Gemeinde ebenerdig, und somit kundenfreundlich leicht erreichbar, direkt in der Pfarrgasse einzurichten.
Wenn es aber richtig ist, dass sich das sogenannte Pfandl-Haus in einem denkbar schlechten baulichen Zustand befindet, dann sollte doch ein an diesem zentralen Platz mitten im Zentrum neu errichtetes Haus, zu keiner Verschlimmerung, sondern zu einer Verbesserung des Ortsbildes führen. Hier sollten wir doch wirklich aus Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Aus Unwissenheit oder Ignoranz wurde damals mit der unwiederbringlichen historischen Bausubstanz der Kaiserstadt Bad Ischl oftmals Schindluder getrieben - zahlreiche Betonbunker-Bauten geben davon Zeugnis.
Im vorliegenden Entwurf des planenden Architekten können wir keineswegs eine Verbesserung des Ortsbildes erkennen. Im Gegenteil. Der vorgelegte Entwurf orientiert sich eher an einer schon überwunden geglaubten Betonplatten-Architektur des angrenzenden Gebäudes, denn an der Charakteristik historischer Gebäude der Umgebung. Das geplante neue Haus am Auböckplatz 1, welches zweifellos der Bauordnung entspricht, würde sich dabei nach unserer Meinung nahtlos in die Reihe der sogenannten funktionellen Zweckbauten einreihen, welche, an zentralen Plätzen gelegen, das Ortsbild von Bad Ischl nachhaltig verschandeln.
Dabei geht es hier, unserer Meinung nach, nicht so sehr um eine architektonische Geschmacksfrage, sondern auch um eine Wertefrage. Wir GRÜNE bekennen uns dabei klar zur Erhaltung und Revitalisierung der historischen Baussubstanz unserer Stadt.
Da dies mit dem vorliegenden Plan für einen Neubau eines Geschäftshauses am Auböckplatz nicht gelungen ist, stellt die Fraktion der GRÜNEN nachfolgendes
Ersuchen:
Der planende Architekt wird ersucht, seinen vorgelegten Plan zur Neuerrichtung eines Geschäftsgebäudes am Auböckplatz 1 zu überarbeiten. Dabei sollte sich ein neuer Entwurf klar an der Charakteristik historischer Gebäude in Bad Ischl orientieren. Der neue Entwurf soll danach an den zuständigen Ausschuss zur weiteren Bearbeitung übermittelt werden.
Wir sind der Überzeugung, dass der jetzt vorgelegte Plan keineswegs die letzte Möglichkeit zur Gestaltung des Gebäude darstellt. Da vertrauen wir ganz auf die Fähigkeiten des Architekten, einen wesentlich verbesserten Entwurf vorzulegen.
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