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Antrag Lärmschutzkonzept 150207

Antrag zu TOP 9c) der >>>17. Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Bad Ischl
vom 15. Februar 2007

Stopp dem Lärm

Erstellung eines lokalen Lärmschutzkonzeptes


GRÜNE Bad Ischl, 07.02.2007, 07:44

Lärm ist jene Umweltbelastung, von der sich die Bevölkerung am meisten betroffen fühlt. Hauptquelle der Lärmbelastung in Österreich ist nach wie vor der Verkehr, wobei der motorisierte Verkehr als Hauptlärmerreger dominiert.

Seit dem Jahre 1970 werden in Österreich in 3-Jahres-Abständen sogenannte Mikrozensus-Erhebungen durchgeführt. Die Ergebnisse zu den Umweltbedingungen zeigen, dass sich ein hoher Prozentsatz der österreichischen Bevölkerung auch in ihren Wohnungen durch Lärmbelastung aller Art gestört fühlt. So zeigt etwa eine Mikrozensuserhebung vom Juni 2003, dass sich rund 29 % der Bevölkerung in ihrer Wohnumgebung durch Lärm gestört fühlen.

Laut WHO sind rund 26 % aller Europäer Lärmbelastungen von mehr als 65 dB (Dauerschallpegel) ausgesetzt. Dauernde Lärmbelastung kann Gesundheitsschäden wie Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen, Stress, Bluthochdruck oder erhöhtes Herzinfarktrisiko hervorrufen. Daher sind Maßnahmen zur Senkung der Lärmbelastung und zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität der betroffenen Bevölkerung unumgänglich.

Die Umgebungslärmrichtlinie der EU sieht vor, dass für grössere Ballungsgebiete erstmals bis zum 30.06.2007 Lärmkarten und Konfliktzonenpläne, bis 18.07.2008 entsprechende Aktionspläne zu erstellen sind.

Zur Erstellung eines lokalen Lärmschutzkonzeptes sind zunächst u.a. Erhebungen und Klassifizierungen von Schallemissionen und -immission notwendig. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden digitale Lärmkarten erstellt.

Auf diese Art erarbeitete Schallimmissionskarten und Immissionsempfindlichkeitskarten bilden danach die Grundlage für diverse Planung, wie neue Flächenwidmungen, das ÖEK, Standortwahl und ähnliches.

Ein Ziel eines solchen Lärmschutzkonzeptes ist die Ausarbeitung und Darstellung von Lärmminderungs- und konkreten Lärmsanierungsprojekten für die betroffene Bevölkerung.


Es wird daher der

Antrag

gestellt, nachfolgendes zu beschliessen:

"Um die Lärmbelastung in Bad Ischl einheitlich zu erfassen und danach für einen noch besseren Schutz der betroffenen Bevölkerung vor Umgebungslärm zu sorgen, wird die Erstellung eines lokalen Lärmschutzkonzeptes empfohlen.

Die Angelegenheit wird dem Umwelt-Ausschuss zur weiteren Bearbeitung zugewiesen."


Es wird ersucht, diesem Antrag die Zustimmung zu geben.


Ergebnis:
Der Gemeinderat der Stadtgemeinde Bad Ischl beschloss in der >>>17. Gemeinderatssitzung vom 15. Februar 2007 einstimmig antragsgemäss, diese Angelegenheit dem Umwelt-Ausschuss zur weiteren Bearbeitung zugewiesen. Nun wird sich der Umweltausschuss in seiner Sitzung vom 16.April 2007 mit der Erstellung eines Ischler Lärmschutzkonzeptes befassen.

Der >>>Umweltausschuss hat sich danach zwar mit dieser Angelegenheit befasst. Wirklich weitergegangen ist bei der Erstellung eines Ischler Lärmschutzkonzeptes bisher jedoch absolut nichts. Die lärmgeplagte Ischler Bevölkerung scheinen SPÖ, ÖVP und FPÖ bisher ziemlich egal zu sein.


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