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Antrag Richtig Hell 270308

Antrag zu TOP 33e) der >>>23. Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Bad Ischl
vom 27. März 2008

Richtig Hell <<< Richtig Hell

Richtig Hell, die OÖ Lichtkampagne für gemeindeeigene Gebäude


GRÜNE Bad Ischl, 13.03.2007, 13:37

Die drei Eckpfeiler der neuen OÖ Landesenergiepolitik sind Energieeffizienz, Ökoenergie und Eigenerzeugung.

Durch das nachhaltig wirkende „Programm Energie-Zukunft 2030“ will Oberösterreich bis zum Jahr 2030 eine vollkommene Umstellung bei Wärme und Strom auf erneuerbare Energieträger und damit eine spürbare Verringerung der CO2-Belastung erreichen.

Als >>>Klimabündnisgemeinde, >>>Klimarettungspartner des Landes OÖ und als Mitglied im >>>Bodenbündnis Europäischer Städte unterstützt auch die Stadtgemeinde Bad Ischl die Umsetzung derartiger Projekte. So hat der Gemeinderat in seiner >>>22. Gemeinderatssitzung vom 13. Dezember 2007 einstimmig eine Klimaschutz-Vereinbarung beschlossen.

Gutes Licht im Betrieb erhöht sowohl das Wohlbefinden als auch die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter/innen. In Verwaltungsgebäuden verursacht die Beleuchtung rund 40 % der Stromkosten. Das Einsparpotenzial im Bereich der Beleuchtung wird häufig unterschätzt. Das richtige Energiemanagement ermöglicht dabei gute Beleuchtung bei gleichzeitiger Energieeinsparung!


Es wird daher der

ANTRAG

gestellt, der Gemeinderat der Stadtgemeinde Bad Ischl möge beschliessen:

"Im Rahmen des Programmes klima:aktiv setzt die Klimabündnisgemeinde Bad Ischl ihrer lokale Klimaschutzoffensive weiter fort. Dabei setzt Bad Ischl auch auf die Aktionsprogramme der OÖ Lichtkampagne „Richtig hell“ des OÖ Energiesparverbandes. Durch effizientes Energiemanagement soll es so auch zu einer ganz wesentlichen Reduzierung der Betriebskosten für Beleuchtung in gemeindeeigenen Gebäuden kommen.
Zur weiteren Beratung und Koordinierung wird diese Angelegenheit dem Umwelt-Ausschuss zugewiesen."


Es wird ersucht, diesem Antrag die Zustimmung zu geben.


Ergebnis:
Der Antrag Richtig Hell wurde in der >>>23. Gemeinderatssitzung vom 27. März 2008 dem Umwelt-Ausschuss zur weiteren Beratung und Koordinierung zugewiesen.


Anmerkungen:

Oberösterreich setzt auf Klimaschutz durch Energieeinsparung

  • Landesgebäude werden auf Energiesparlampen umgerüstet
    landesweite 100 Millionen Kilowattstunden und 25.000 Tonnen CO2 an Einsparung möglich

Richtige Beleuchtung beeinflusst das Wohlbefinden zuhause und bei der Arbeit in Büros, Werkstätten, Dienstleistungseinrichtungen und natürlich auch in öffentlichen Gebäuden.

Ein wichtiger Bestandteil energieeffizienter Gebäude ist die richtige Beleuchtung. Zudem kann die richtige Beleuchtungslösung ganz wesentlich zur Reduzierung der Betriebskosten beitragen. Für eine energiesparende und funktionale Beleuchtung stehen heute zahlreiche energie-effiziente Lampen, Leuchten und Regeltechniksysteme zur Verfügung.

Bereits durch einfache Maßnahmen kann eine Energieeinsparung von ca. 30 Prozent realisiert werden. Wie etwa durch die Umstellung der Bürobeleuchtung von herkömmlichen Leuchtstofflampen mit elektromagnetischen Vorschaltgeräten auf moderne Leuchtstofflampen mit elektronischen Vorschaltgeräten, Durch den Einsatz von Präsenzmeldern und Lichtregelsystemen können die Einsparungen – je nach Art der Räume und der Benutzungsfrequenz – sogar noch einmal verdoppelt werden.

Gerade bei der Beleuchtung kann durch Einsatz hocheffizienter moderner Energiesparlampen eine große Energie- und somit auch CO2-Einsparung realisiert werden. Und das ohne jeglichen Komfortverlust. Mit dem Umstieg von einer herkömmlichen Glühbirne auf eine Energiesparlampe können pro Jahr 10kg CO2 eingespart werden. So sind die Themen Licht, Beleuchtung und Energiesparlampen auch wesentliche Tragsäulen der Effizienzbestrebungen in den landesweiten Energieeffizienzprogrammen.

Wege zu einer effizienten Beleuchtung
rundsätzlich gilt: Energieeffiziente Beleuchtung ist dann gewährleistet, wenn Lampen, die sich durch eine hohe Lichtausbeute auszeichnen, mit elektronischen Vorschaltgeräten in Leuchten mit hohem Betriebswirkungsgrad betrieben werden – bei gleichzeitig sinnvoller Lichtlenkung.


Ersatz von einzelnen Leuchtmitteln

• Glühlampen durch Energiesparlampen
• Niedervolt-Halogen-Glühlampen durch IRC-Halogen-Glühlampen
• Hochvolt-Halogen-Glühlampen durch Kompakt-Leuchtstofflampen
• Standard-Leuchtstofflampen durch Dreibanden-Leuchtstofflampen mit elektronischem Vorschaltgerät
• Hochdruck-Entladungslampen durch Halogen-Metalldampflampen


Nachrüstung
Nachrüstsätze gibt es für viele Leuchtenarten und Anwendungsfälle. Einige Beispiele:

• Reflektoren, die das Licht der Leuchtstofflampe auf die Nutzfläche lenken; damit lässt sich die Zahl der erforderlichen Lampen um 30 % verringern
• Aufrüstung konventioneller Leuchten zu energiesparenden EVG-Leuchten durch Austausch der Starter und Leuchtstofflampen
• Nachrüstset für Pflanzenleuchten zur Reduzierung der Leistung von 80 auf 20 Watt
• Integration von Bewegungsmeldern, Dimmern, Zeitschaltuhren, Lichtsensoren bis hin zu umfassenden Lichtmanagement- und Lichtlenkungssystemen


Alles Wichtige auf einen Blick
• Wann immer möglich Tageslicht nutzen
• Verantwortliche MitarbeiterInnen für das An-/Abschalten der Beleuchtungsanlage
• Regelmäßige Reinigung der Lampengehäuse und Reflektoren
• Beim Lampentausch wenn möglich auf effizienteren Lampentyp wechseln (z. B. Energiesparlampe, IRCHalogen-Glühlampe, T5-Lampe, Dreibanden Leuchtstofflampe)
• Zeit- und tageslichtabhängige Steuerung
• Bereichsabhängige Anpassung der Beleuchtungsstärke und zielgerichtete Ausleuchtung der relevanten Bereiche


Energiesparlampen im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen
Die klassische Glühlampe hat eine sehr geringe Energieeffizienz, weil über 90 Prozent der Energie als ungesteuerte Wärme abgegeben werden.

Beispiel:
Standardlampe 60W, 1 Stunde Brenndauer am Tag: 21 kWh/Jahr
Energiesparlampe 12 Watt (bei gleichem Licht und gleicher Brenndauer): 4,3 kWh/Jahr = 16,7 kWh
Einsparung (bei 0,25 kg CO2/kWh = ca. 4 kg CO2/a)


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