Kinderbetreuungspaket Bad Ischl
Kinderbetreuungsgipfel
- kostenlose Kinderbetreuung für alle Kinder bis 6 Jahren
„Der ,Runde Tisch’ zum Gratis-Kindergarten am Montag ist der Startschuss zur konkreten Entwicklung, wie groß der Fortschritt sein wird, den Oberösterreich in der Kinderbetreuung machen wird“, sagt der Grüne Klubobmann Gottfried Hirz: „Wir Grüne wollen, dass Oberösterreich bei der Kinderbetreuung zu einer Top-Region Europas wird.“
Qualitätsschub in der Kinderbetreuung notwendig und möglich
„Eines ist für uns Grüne klar: Das Minimalziel, der Gratis-Halbtags-Kindergarten für alle von 3 bis 6 Jahren, ist definitiv zu wenig“, sagt die Grüne Familiensprecherin Maria Wageneder, denn „es ist nicht einzusehen, warum etwa eine Zweijährige zahlen soll, während für einen Dreijährigen in derselben Gruppe der Besuch kostenlos ist. Außerdem ist der kostenlose Halbtagskindergarten der Tod des Ganztagskindergartens, wenn alleine für die Nachmittagsbetreuung wie in anderen Bundesländern 50 oder sogar 80 Euro pro Monat verlangt werden.“
Die grünen Kernziele :
- Gratis für alle: Wir wollen den Gratis-Kindergarten für alle Kinder ohne Altersgrenze (also auch unter 3 Jahren in Krabbelstuben!). Wenn wir das schaffen, dann bekommt Oberösterreich die attraktivste Regelung aller Bundesländer.
- Wir wollen großen Wert auf weitere Qualitätsverbesserungen bei der Kinderbetreuung legen. Das ist unser wichtigstes Anliegen, das muss uns die Zukunft unserer Kinder wert sein.
- Unser Ziel ist es, dass wir bis April 2009 konkrete Ergebnisse und Beschlüsse haben, so dass der Umsetzungsstart mit dem Kindergartenjahr 2009/10 in ganz Oberösterreich möglich ist.
- Parallel zu diesem Arbeitsprozess wollen die Grünen in ganz Oberösterreich die Wünsche und Anforderungen der Eltern für eine Verbesserung der Kinderbetreuung erheben – durch Dialogrunden, Befragungen und Hinhören im ganzen Land. Die Ergebnisse dieser Dialoge wollen wir dann in den Erarbeitungsprozess für ein neues Kinderbetreuungsgesetz einbringen und umsetzen.
Wir Grüne OÖ wollen:
• den ganztägig kostenlosen Kindergarten für alle Kinder unter sechs, daher „leistbar“ für alle in Stadt und Land (als Angebot!)
• die ganzjährige Öffnung, also auch in den Kurzferien und an Zwickeltagen
• tatsächlich bedarfsorientierte Öffnungszeiten, damit eine leichtere Vereinbarkeit für die Eltern von Familie und Beruf möglich ist
• den flächendeckenden Ausbau, damit ausreichend Plätze für alle Kinder bis zum Schuleintritt vorhanden sind (wobei gemeindeübergreifende Kooperationen aus ökonomischen Gründen durchaus sinnvoll sind)
• das Angebot eines warmen, vorwiegend biologischen Mittagessens
• qualitative Betreuung, ausreichendes Personal
• entsprechend gute Raumkonzepte (ausreichend Platz und Freiräume)
• ein gesetzlich festgeschriebenes Recht auf Kinderbetreuung und die
• Erstellung eines durchgängigen Bildungskonzepts (vor allem für sprachliche Frühförderung).
„Die Umsetzung dieses Konzeptes wird zwischen 38 und 50 Millionen Euro pro Jahr mehr kosten als bisher. Da muss sich an der Finanzierung auch der Bund beteiligen!“ erhofft sich Hirz nicht nur eine quantitative Ausweitung bei den Kinderbetreuungseinrichtungen, sondern auch eine qualitative, „denn der Gratiskindergarten ist vor allem eine (finanzielle) Erleichterung für die Eltern, von einem Qualitätsschub in der Betreuung profitieren hauptsächlich die Kinder!“
>>>Grüne Offensive für Gratis-Kinderbetreuung
GRÜNE fordern ganztägige Gratis-Kinderbetreuung ab dem 2. Lebensjahr
- Recht auf Kinderbetreuung soll gesetzlich verankert werden
GRÜNE OÖ, PA 06.12.2008
„Wie der Schulbesuch, soll auch der gesamte Besuch des Kindergartens bzw. der Krabbelstube kostenlos werden, auch ganztägig“, fordert die Grüne Familiensprecherin LAbg. Maria Wageneder: „Und so wie bei den Schulen muss es auch im Bereich der Kindergärten und Krabbelstuben zu einem flächendeckenden Ausbau der Infrastruktur kommen!“ Wie etwa in den skandinavischen Ländern, sollen die Eltern ein Recht auf einen bedarfsgerechten Betreuungsplatz haben, damit sie sicher sein können, dass das erforderliche Angebot an Kinderbetreuung auch tatsächlich zur Verfügung steht. Dabei soll es durchaus – alleine schon aus ökonomischen Gründen – zu einer gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit kommen.
Die vielen Vorteile für Eltern und Kinder liegen auf der Hand:
• Leichtere Vereinbarkeit für die Eltern von Familie und Beruf
• „Leistbar“ eben für alle in Stadt und Land, weil ganztägig kostenlos
• Soziales, gemeinsames Lernen (gerade für Einzelkinder wichtig)
• Qualitative Betreuung der Kinder durch qualifizierte Fachkräfte
• Frühzeitiges Erkennen und „Behandeln“ von etwaigen Schwächen (sprachlich, logopädisch, etc.)
• „Grundsteinlegung“ für lebenslanges Lernen.
„Der Kindergarten ist schon lange keine ,Verwahranstalt’ mehr, sondern die erste öffentliche Bildungseinrichtung, in der – neben dem Elternhaus – der Grundstein für die positiven Entwicklung eines Kindes gelegt wird, sagt LAbg. Maria Wageneder.
Wobei es (zumindest bis zum fünften Lebensjahr) keinen Besuchszwang geben soll.
„Es ist schön und begrüßenswert, wenn die Kinder zuhause betreut werden können. Doch in den vergangenen ein, zwei Jahrzehnten haben sich die gesellschaftlichen Realitäten deutlich gewandelt. In vielen Familien müssen oder wollen beide Elternteile arbeiten gehen. Dafür braucht es ein Kinderbetreuungs¬angebot der öffentlichen Hand. Diese kostenlose Kinderbetreuung ab dem zweiten bis zum Schuleintritt ist also ein Angebot an Eltern und Kinder – zumindest bis zum vorletzten Kindergartenjahr. Ob der Kindergartenbesuch im letzten Jahr vor dem Schuleintritt obligatorisch sein soll, darüber kann man reden“, ist die Grüne Familiensprecherin Wageneder diskussionsbereit.
Kinderbetreuungspaket in der Gemeinde Bad Ischl
Artikel GRÜNE Bad Ischl, 21.10.2008; 15:07 (rm)
"Frühförderung für alle Kinder ab 3 Jahre, Bildungspläne für den Kindergarten, Verbesserungen in der Ausbildung und Anerkennung von Kleinkind-PädagogInnen, ein Anrecht auf einen Kindergartenplatz und der Gratis-Kindergarten ab dem ersten Lebensjahr sind klare grüne Bildungs-Ziele“, sagt der Obmann der Grünen Bad Ischl, GR Markus Reitsamer.
Die umfassende Förderung aller Kinder sollte keine Frage des Familieneinkommens sein.
"Alle Kinder sind hier gleich zu behandeln. Nur durch einen Gratis-Kindergarten ist gesichert, dass endlich auch jene Kinder eine Frühförderung erhalten, deren Eltern sich bisher den Kindergartenbesuch einfach nicht leisten konnten", so Reitsamer.
Ein Gratiskindergarten ist auch eine ganz wichtige Integrationsmaßnahme. Daher unterstützen die Grünen Bad Ischl den Vorschlag von Sozial-Stadträtin Stögner, den Besuch der Bad Ischler Kindergärten ab Herbst 2009 gratis anzubieten. Dieser Schritt hin zu einem umfassenden Bildungspaket in Bad Ischl könnte noch Ende Oktober in den zuständigen Gremien der Gemeinde beschlossen werden.
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