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Bei Hochwasser - aus für neues Lagerhaus?

OÖNachrichten vom 23.02.2004

Lagerhaus Ischl umgeplant: Anrainer weiter skeptisch

Das Projekt des neuen Lagerhauses in Bad Ischl auf dem ehemaligen Hofer-Areal stößt weiter auf Unwillen. Auch mehrere Umplanungen beruhigen die Anrainer nicht.

Den Nachbarn wurde kürzlich die in mehreren Punkten abgeänderte Version der Baupläne vorgelegt. Darin sind unter anderem ein kleiner Leitdamm entlang der östlichen Lärmschutzwand, Schlitze in der nördlichen Wand, Anschüttungen unter dem Lagerhallenzubau und ein Entwässerungsgraben entlang der Westseite des Hauptgebäudes vorgesehen.

"Aus Sicht der betroffenen Anrainer würden alle diese Maßnahmen keine wesentliche Verbesserung der Wasserführung im Hochwasserfall bringen", kritisiert der Ischler Grünen-Gemeinderat Markus Reitsamer.

Im Gegenzug fordern die Nachbarn ein computergeneriertes Rechenmodell, bei dem das Abflussverhalten des Filzmoosgrabens und des Ischl-Flusses bei Hochwasser simuliert werden sollten. Erst danach sollten anhand der dabei gewonnenen Erkenntnisse weitere Schritte gesetzt werden. Im Bereich der Liegenschaften Linortner und Sams sollte eine Projektvariante mit einer Entwässerung des Filzmoosgrabens durch Anbindung an die Ischl ausgearbeitet werden.

"Sollte das vorgelegte Projekt in dieser Form tatsächlich zur Ausführung kommen, würde dies nach Ansicht der Grundstückseigentümer zu einer dauerhaften und praktisch nicht mehr rückgängig zu machenden Verschlechterung der Wasserabführung bei Hochwasser führen", befürchtet Reitsamer. Die Anrainer müssen ihre Stellungnahmen bis spätestens 23. Februar abgeben. (gs)


Kommentar: 14.04.2004 >>>Hier klicken!

Bericht: 23.06.2004 >>>Hier klicken!



Tankstellenpläne weiter umstritten

OÖNachrichten, 2004 (e.brandner)

BAD ISCHL. Der Konflikt um die Errichtung einer Selbstbedienungs-Tankstelle durch die Lagerhaus-Genossenschaft Gmunden-Laakirchen in Bad Ischl kommt nicht zur Ruhe.
Bekanntlich will die Lagerhaus-Genossenschaft im Bad Ischler Ortsteil Steinbruch gegen den Widerstand der Anrainer eine Filiale mit angeschlossener Tankstelle und Pkw-Waschbox errichten. Da der Standort als überschwemmungsgefährdet gilt, belegte die Wasserrechtsbehörde das Projekt mit großen bautechnischen Auflagen, bewilligte es aber danach. Auch gewerberechtlich und von seiten der Stadtgemeinde gab es im April grünes Licht.
Gegen alle drei Bewilligungsentscheide legten die Anrainer, darunter das Restaurant Villa Schrott, sowie die OÖ. Umweltanwaltschaft Berufung ein. Da auf Seiten Bad Ischls der Gemeinderat die zweite Instanz bildet, wurde die Affäre inzwischen ein Politikum, bei dem sich die Grünen naturgemäß auf die Seite der Anrainer schlugen. "Bürgermeister Haas weigert sich noch, die Sache dem Gemeinderat vorzulegen, aber irgendwann muss er das", meint Markus Reitsamer von den Grünen. "Dann müssen die Stadtpolitiker aber Farbe bekennen." (ebra)


Lagerhaus-Bau in sensibler Zone: Nachbarn vor allem gegen Tankstelle

OÖnachrichten vom 11.11.2003 (g.sperrer)

BAD ISCHL. Auf dem Gelände des ehemaligen Hofer-Marktes in Bad Ischl wurde gestern die Bauverhandlung über das neue Lagerhaus mit der umstrittenen Tankstelle geführt.
Vor allem die Spritstation ist Nachbarn ein Dorn im Auge, denn das Gelände, auf dem sie gebaut werden soll, liegt im erweiterten Überschwemmungsgebiet der Ischl. Hans Schlipfinger, Geschäftsführer der Lagerhausgenossenschaft Gmunden-Laakirchen, die das Projekt betreibt, dementiert, dass es sich beim Standort um die so genannte gelbe Zone handle.
Die Zapfsäulen würden nicht dort errichtet werden, wo sich laut Statistik ein "30-jähriges Hochwasser" ereignen könne, sondern im Areal einer "150-jährigen Überschwemmung". "Es wäre den Nachbarn natürlich lieber, wenn sie das nicht vor dem Haus hätten", gesteht der Lagerhaus-Chef ein, "aber wir sind bedacht auf gute Nachbarschaft, wir muten den Anrainern nichts Schlechtes zu, sondern wir brauchen sie ja als Kunden."
Die meisten Nachbarn sind gegen das Projekt, etwa der Betreiber des unmittelbar nebenan befindlichen Haubenrestaurants "Villa Schratt", Günter Gaderbauer. "Die wenigsten Widerstände sind gegen den Lagerhaus-Markt, sondern gegen die Tankstelle und die Waschanlage, weil dann ist bis 22 Uhr keine Ruhe", fürchtet der Gastronom um Lebensqualität.
Ins gleiche Horn stößt auch der Ischler Grün-Gemeinderat Markus Reitsamer: Fürs Lagerhaus möge Bedarf bestehen, aber die Betreiber sollten sich im Hinblick auf die Tankstelle einen anderen, weniger sensiblen Standort suchen. "Es ist eine grundsätzliche Frage, ob in Bad Ischl eine weitere Tankstelle notwendig ist, noch dazu im Wohngebiet", so Reitsamer.
Mehrere Anrainer brachten bei der gestrigen Bauverhandlung Einwendungen ein, nun sind die Gutachter am Zug.


Neuer Versuch für umstrittenen Bau

OÖnachrichten vom 04.11.2003

BAD ISCHL. Die Lagerhausgenossenschaft Gmunden-Laakirchen unternimmt kommenden Montag einen neuerlichen Versuch, auf dem ehemaligen Hofer-Areal in Bad Ischl eine Tankstelle, eine Waschbox und eine weitere Lagerhalle errichten zu dürfen.
Neben der Bauverhandlung wurde auch eine gewerbe- und wasserrechtliche Verhandlung durch die BH Gmunden anberaumt. Für Zündstoff ist gesorgt, da der Komplex im Überschwemmungsgebiet (gelbe Zone) liegt.
Nachdem die erste Verhandlung zu Anrainerprotesten geführt hatte, wurden die Pläne überarbeitet. Neben der Umweltanwaltschaft wurde auch der neue Umweltlandesrat Rudi Anschober von diesen neuen Plänen informiert.


Lagerhaus will eine Tankstelle in einem Überschwemmungsgebiet errichten

OÖNachrichten vom 16.07.2003 (e.brandner)

BAD ISCHL. Die Lagerhausgenossenschaft Laakirchen will in der Kaiserstadt auf dem ehemaligen Hofer-Gelände eine Tankstelle bauen. Das Objekt würde aber in einer gelben Zone der Wildbachverbauung stehen - und wäre damit überschwemmungsgefährdet.
Just bei jener Stelle, an welcher der Filzmoosgraben in die Ischl mündet, sollen eine vollautomatische Lagerhaustankstelle und Waschanlage entstehen, geöffnet zwischen 5 und 22 Uhr, überwacht nur von einer Videokamera.
Als einstmals die Handelskette Hofer dort gebaut hatte, gab es noch keine Gefahrenschutzpläne. Inzwischen aber liegt das Areal inmitten der gelben Zone der Wildbachverbauung. Der Grund: Bei Hochwasser geht sowohl von der Ischl als auch vom Filzmoosgraben Überschwemmungsgefahr aus.
Die Nachbarn sind über die Pläne der Lagerhausgenossenschaft deshalb empört. Wolfgang Reitsamer, ein Anrainer, im OÖN-Gespräch: "Die Lagerhausgenossenschaft hat offensichtlich sehr viel Macht, wenn sie an dieser sensiblen Stelle eine Tankstelle errichten kann."
Ob der geplante Bau tatsächlich kommt, entscheidet allerdings erst eine Baurechtsverhandlung am kommenden Montag.
Die Wildbach- und Lawinenverbauung von Bad Ischl wird dabei eine Stellungnahme abgeben und - so viel konnten die OÖN bereits erfahren - den Bau mit Auflagen belegen, die im Fall eines Hochwassers das Ärgste verhindern sollen.
Dies geschah auch im Falle eines Autohauses, das nur 200 Meter entfernt errichtet wurde. Das Gebäude musste auf Stelzen gebaut werden.


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