Landesrechnungshof prüft Kaiser Therme Bad Ischl
Presseinformation
des Oberösterreichischen Landesrechnungshofes
Landesrechnungshof prüft Kaiser Therme Bad Ischl GmbH
Nummer 57 vom 7. Juli 2004
Im Jahr 2002 wurde die Landeskuranstalt Bad Ischl in die bereits bestehende, landeseigene
"Kaiser Therme Bad Ischl GmbH" (Thermenhotel) eingebracht. Die Kuranstalt wirtschaftete bis
dahin defizitär. Das Hotel erzielte positive Ergebnisse.
Der LRH wertete die Zusammenlegung der beiden Einrichtungen unter dem Aspekt der besseren Zusammenarbeit und der Nutzung von Synergien grundsätzlich als positiv. Auf Basis einer Planungsrechnung, welche die wirtschaftliche Selbstständigkeit des Unternehmens bis zum Jahr 2006 vorsah, genehmigte der Oö. Landtag im Jahr 2001 Zuschüsse in Höhe von rd. 5,1 Mio. Euro für Investitionen und zur Verlustabdeckung.
Bisher blieben die Ergebnisse hinter den prognostizierten Zahlen. Die angestrebten Synergien wurden noch nicht im gewünschten Ausmaß erreicht. Hotel- und Kurbetrieb agieren in vielen Bereichen noch sehr eigenständig, operative Abläufe im Unternehmen sind noch optimierbar. Die Gesellschaft gab im Jahr 2003 zur langfristigen Absicherung des Unternehmens eine Studie in Auftrag.
Das nunmehr vorliegende Konzept sieht Maßnahmen vor, die über den Rahmen des Unternehmens hinausgehen und große tourismus- und regionalpolitische Bedeutung haben. Der LRH hält das Konzept für innovativ, grundsätzlich machbar, aber ambitioniert. Zweckmäßigerweise sollte seine Realisierung in eine Gesamtstrategie für das Salzkammergut eingebettet werden. Über die Bereitstellung von Landesmitteln wäre nach Ansicht des LRH unter Berücksichtigung dieser Aspekte zu entscheiden.
Rückfragen bitte an Dr. Michaela Schramm, Tel.: 0732 / 7720 - 14091 oder 0664 / 8298144.
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