Modell Verkehrsplan Bad Ischl 2005 ---- MVI 05
Verkehrsplanung in Bad Ischl?
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der GRÜNEN Bad Ischl
GRÜNE Bad Ischl, Stand vom 05.12.2004 / 20:55 MEZ
Pläne, Modelle und Ideen
Der motorisierte Individualverkehr gilt einerseits immer noch als Spiegelbild wirtschaftlicher Entwicklungen. Andererseits führt die rasant zunehmende Zahl an Kraftfahrzeugen vor allem im innerstädtischen Bereich zu immer stärkeren Belastungen durch Lärm, Staub und Abgasen. Dabei wird sowohl die Wohnqualität der Bevölkerung als auch die Lebensqualität der Kur- und Urlaubsgäste zum Teil bereits massiv beeinträchtigt.
Laut den Ergebnissen der >>>OÖ Verkehrserhebung 2001 (pdf-Datei) ist auch in der Stadtgemeinde der Anteil jener Wege, welche zu Fuss bzw. mit Rad oder öffentlichen Verkehrsmittel zurückgelegt wurden, zum Teil dramatisch zurückgegangen. Diesem bundes- und landesweiten Trend einer starken Zunahme der Wege mit motorisierten individuellen Verkehrsmitteln ist durch geeignete Massnahmen, welche die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln fördert und begünstigt, entgegenzuwirken.
Unter diesem Aspekt ergeben sich stets neue Herausforderungen für die städtische Verkehrsplanung.
Der Verkehr im System
Im Sinne einer systemischen Methode sind dabei u.a. auch die Bereiche Ökologie, Umweltschutz, Raumplanung und Stadtentwicklung, Soziales, Fremdenverkehr, Wirtschaft, Betriebsansiedlungen und Bevölkerungsentwicklung bei Verkehrs-Vorhaben stets zu berücksichtigen und ist bei allen Planungsschritten darauf bedacht zu nehmen. Damit sollten nachhaltige Wirkungen erzielt werden.
Dabei wird es jedoch nicht möglich und sinnvoll sein, zur "Erzielung von raschen Lösungen" auf Einzelprojekte oder singuläre Massnahmen zu setzen. So sind etwa bei den Überlegungen zu einem Entlastungskorridor für die Innenstadt, etwa durch eine Strassenanbindung des Ortsteils Kaltenbach an den Knoten-Süd, stets die Auswirkungen auf „das Gesamtgeschehen des Systems Verkehr“, sowie das „vernetzte Wirkungsgefüge“ zu berücksichtigen.
Verkehr und die Stadt Bad Ischl
Die Stadt Bad Ischl will mit dem Modell Verkehrsplan Bad Ischl 2005 neue Wege gehen. Dabei sollen Fehlentwicklungen nach Möglichkeit korrigiert und neue Lösungsansätze gesucht und gefunden werden. Ein Ziel sollte dabei die Sicherung bzw. Wiederherstellung der hohen Wohn- und Lebensqualität in Bad Ischl sein.
Die Stadt Bad Ischl war und ist dabei stets bemüht, sowohl den öffentlichen Verkehr zu fördern, als auch durch geeignete Massnahmen die Verkehrssicherheit von Radfahrern und Fussgängern ständig zu erhöhen. Dabei kommt vor allem allen Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen (Kinder und ältere Personen) besondere Bedeutung zu.
Die Stadtgemeinde Bad Ischl bekennt sich dabei auch zur Attraktivierung, zum Ausbau und zur Optimierung des Gesamtsystems öffentlicher Verkehr und ist im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeit auch bereit, ihren Beitrag dazu zu leisten.
Die Stadtgemeinde Bad Ischl bekennt sich klar zu den im „Ziel- und Massnahmenkatalog zum Örtlichen Entwicklungskonzept der Stadt Bad Ischl“ festgelegten und vom Gemeinderat im Jahr 2001 beschlossenen Zielen, Massnahmen und Projekten betreffend den Bereich „Verkehr“. Die „Beibehaltung und Entwicklung des bestehenden Angebotes innerstädtischer Verkehrsmittel“ sowie die „Absicherung und Optimierung der Anschlussmöglichkeiten an das überregionale Verkehrsnetz“ sind dabei für die Gemeinde weiterhin wichtige Zielvorgaben.
Die Stadt Bad Ischl will durch das Modell Verkehrsplan Bad Ischl 2005 mittelfristig zur verkehrssichersten Stadt in Oberösterreich werden.
Verkehr und Bevölkerung
Die Lösung der Verkehrsgestaltung im Zentrum war das zentrale Thema der Bevölkerungsbefragung im Rahmen der Erstellung des Örtlichen Entwicklungskonzeptes für Bad Ischl. Eine umfassende Verkehrsgestaltung des Zentrums und der einzelnen Ortschaften ist für Ischl überlebenswichtig und notwendig.
Bei der Planung und Umsetzung ist besonders auf die im Modell „Zukunftsplanung Bad Ischl“ festgelegte Form der Projektbearbeitung und die verschiedenen Beteiligungsformen Bedacht zu nehmen.
So gibt es etwa im Bereich "Zukunftsplanung Bad Ischl" bereits das Trägerprojekt "Verkehrsleitbild Zentrum". Dabei soll "... aufgrund der bereits geleisteten fachlichen Vorarbeiten im Verkehrsausschuss ein Leitbild erarbeitet werden, in dem Bedingungen für zukünftige Verkehrsgestaltungen auf breiter Basis diskutiert und schliesslich festgelegt werden ...".
Vorarbeiten
An fachlichen Vorarbeiten bei der Erstellung des Modells Verkehrsplan Bad Ischl 2005 wären dabei insbesondere zu berücksichtigen:
* Ischler Generalsverkehrsplan, 1990
* Verkehrspolitischer Ziel- und Massnahmenkatalog, 1991
* Verkehrskonzepte der Studenten der TU-Wien, 1991
* Vorschläge zur neuen Verkehrsgestaltung, 1992
* Untersuchung zum Ruhenden Verkehr im Zentrum, 1992
* Radverkehrskonzept für Bad Ischl, 1995
* Untersuchung Wechselbetrieb Pfarrgasse/Stifterkai, 1996
* Anregungen zahlreicher IschlerInnen zur "Zukunftsplanung Bad Ischl", 1999
* Örtliches Entwicklungskonzept, 2001
* Zukunftsplanung Bad Ischl, 2001
* >>>OÖ Verkehrserhebung 2001
* Zahlreiche Vorschläge des Verkehrsausschusses
Planungsaspekte
Folgende Aspekte sind bei der Erstellung des Modells Verkehrsplan Bad Ischl 2005 besonders zu berücksichtigen:
* Klare Orientierung für die Gesamtverkehrsentwicklung („geistiges Leitbild“)
* Konkrete Projekte für den Fussgängerverkehr, Radfahrverkehr, Öffentlichen Verkehr, ruhenden Verkehr und den motorisierten Individualverkehr
* Überprüfung vorliegender Verkehrskonzepte
* Erarbeitung eines systemisch orientierten Ziel- und Massnahmenplanes
* Erstellung kurz- mittel- und langfristiger Verkehrspläne mit zeitlicher Staffelung
* Bei Strassenplanungen: Abschätzung der Folgen für den Umweltbereich, Nachweis des wirtschaftlichen Nutzens und Vergleich mit alternativen Verkehrslösungen
* Bei grösseren Strassenbauvorhaben: verpflichtende UVP bei Planung bzw. Neuerrichtung
* Bürgerbeteiligung (Themenworkshop und offene Arbeitsgruppen mit Experten)
* Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Pensionisten
Ziele und Massnahmen
Folgende Ziele sind bei der Erstellung des Modells Verkehrsplan Bad Ischl 2005 anzustreben bzw. sind diese Massnahmen zu setzen:
* zusammenhängendes Fusswege-Hauptnetz
* Fussgängerachsen im Stadtzentrum
* Aufpflasterungen in Kreuzungsbereichen
* verbesserte Sichtbeziehungen bei Fussgängerübergängen
* rasche Realisierung des Ischler Radwegekonzeptes
* mehr Möglichkeiten für Radfahrer (Radfahrständer, Radfahrstreifen, ....)
* Park-and-Bike Anlagen
* Ischler Mietfahrrad-System
* Radweg nach Pfandl
* Attraktivierungs- und Ausbauprogramme beim öffentlichen Verkehr
>>>ÖV Konzept Gmunden
* Ausweisung von Bauflächen für Wohnungsbau verstärkt an Wegeachsen des ÖPNV
* moderate Parkplatzgebühren
* Park-and-Ride Anlage am Bahnhof
* Parkzeitrückvergütung in allen Geschäften
* Verkehrsmanagement im Ortsgebiet
* Tempo 30km/h-Zone im ganzen Stadtzentrum/Ortsgebiet
* Überwachung der 30km/h-Zonen (durch Polizei und Geschwindigkeits-Messgerät)
* verstärkte Raser-Kontrollen speziell vor Schulen und Kindergärten
* Alkoholkontrollen auch mittels Alkohol-Vortestgeräten
* flächenhafte Verkehrsberuhigung
* Verkehrserziehung- und Verkehrsschulung (Kinder, Jugendliche, ältere Menschen)
* Auffinden und Sanieren von Unfallhäufungsstellen
* Erstellung eines Verkehrs-Handbuches mit Checklist
* Verkehrssicherheitskonzept im ÖEK
* neue Modelle für Geschäftsbelebung ("Einkaufserlebnisstadt Bad Ischl")
* Nahversorgung in den Ortsteilen verstärken
* Strassen und Plätze als "öffentliche Lebensräume" erhalten bzw. rückgewinnen
* Messung von Abgas- und Lärmpegel an neuralgischen Punkten
* Erfolgskontrolle (Verkehrszählungen, Haushaltsbefragungen, Vorher/Nachher Untersuchungen)
Ihre Meinung ist gefragt! Kritik, Wünsche und Anregungen zum Modell Verkehrsplan Bad Ischl 2005 senden sie bitte per >>>e-mail an die GRÜNEN Bad Ischl. Damit der Verkehr in Bad Ischl nicht unter die Auto-Räder kommt! Danke! |
Links:
* VCÖ - Verkehrsclub Österreich
* KfV - Kuratorium für Verkehssicherheit
* ÖAMTC - Der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club
* ARBÖ - Auto-, Motor,- und Radfahrerbund
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