Strasse auf den Siriuskogl !
Kranzniederlegung am Siriuskogl
Abschied vom Kogl-Weg
>>>Rundschau , 04.07.2007
- TRAUERAKTION: Die Freunde des Siriuskoglweges bekundeten in stiller Trauer mit einer Kranzniederlegung den Verlust des romantischen Weges auf den Hausberg. Der Kranz steht als Symbol für das Ende des alten Fußweges und als Anfang der neuen Versorgungsstraße.
Es war die letzte Aktion der Freunde des Siriuskoglweges, als sie vergangene Woche beim Einsiedlerstein am Fuße des Siriuskogls ihren Kranz niederlegten. In stiller Trauer bekundeten sie damit den Verlust des romantischen Weges auf ihren Hausberg.
Enttäuscht über die verantwortlichen Stadtpolitiker, die den alten Weg durch eine neue Zubringerstraße ersetzen ließen, trauerten sie über die ökologische Zerstörung. Die Gemeinde will mit dem Ausbau den Gastronomiebetrieb am Siriuskogl unterstützen.
Als pietätlos bezeichneten Befürworter der Straße die Kranznierderlegung. Auch Bürgermeister Helmut Haas war von der Aktion alles andere als begeistert. Franz Klausecker, Leiter des Standesamtes im Stadtamt, wurde von Haas in dieser Angelegenheit sogar zum Rapport zitiert. „Als Abteilungsleiter sei ich ihm ihn den Rücken gefallen“, kann Klausecker die Reaktion von Haas nicht verstehen. „Es war keine politisch motivierte Aktion“, erklärt Klausecker von den Freunden des Siriuskoglweges. „Wir wollten niemanden damit beleidigen, sondern uns vom Weg verabschieden.“
Haas versicherte bei der Übernahme des Gasthauses durch Pächter Günther Pamminger, dass der Pfad auf den Ausflugsberg ausgebaut wird, damit er Transportfahrten unternehmen könne. Bisher wurde die Gaststätte über eine Materialseilbahn mit Waren beliefert. Für Pamminger war diese Lösung aber unbefriedigend. „Wir müssen flexibler sein. Die Seilbahn reicht für eine Jausenstation, aber nicht für den Wirtshausbetrieb.“ Gefährliche neue Straße auf den Siriuskogl
Für die Öffentlichkeit herrscht auf dem Transportweg Fahrverbot und die Gemeinde habe sich bereit erklärt, den Materiallift auf den Kogl weiterhin zu finanzieren. Laut Aussagen von Wanderern befahren jedoch schon Mountainbiker und Motocrossfahrer die Straße. Ausserdem sei sie lebensgefährlich. Die Steigung bis zu 45 Grad und der lockere Schotter machen den Weg insbesondere für ältere Menschen problematisch.
Laut Gemeinde werden jetzt Stufen nachträglich in die Straße eingefügt.
Kranzniederlegung am Siriuskogl
- Ischler trauern um Aufstiegweg -
GRÜNE Bad Ischl, 27.06.2007 (rm)
Eine Gruppe von "Freunden des Siriuskoglweges" inszeniert am 26. Juni 2007 ab 19:30 Uhr beim Ensiedlerstein eine Kranzniederlegung.
Ischlerinnen und Ischler waren der Einladung der Initiative gefolgt und hatten sich beim Ensiedlerstein am Fuße des Siriuskogels eingefunden. In stiller Trauer demonstrierten sie dabei gegen den Verlust des romantischen Weges auf ihren Hausberg, den Ischler Siriuskogl.
Kranzniederlegung beim Einsiedlerstein
Eine Gruppe von "Freunden des Siriuskoglweges" inszenierte beim Ensiedlerstein eine Kranzniederlegung. Für alle IschlerInnen und Gäste, die den romantischen Weg vermissen.
- Termin: >>>Dienstag, 26. Juni um 19:30 Uhr
- Ort: Einsiedlerstein am Siriuskogl, Bad Ischl
Christl und Franz Klausecker, Ursula und Christoph Sarsteiner
Lebensgefährliche Siriuskogl-Strasse
Leserbrief, 13.06.2007, Matthias und Maria Reichl
Die von der Stadtgemeinde neu angelegte Straße auf den Siriuskogl ist lebensgefährlich. Das berichteten uns Wanderer, die aus Angst vor Unfällen als Rückweg einen Pfad nach Sulzbach wählten. Die Steigung bis 45 Grad, der lockere Schotter und die Straßenbreite, die gerade noch für's Auto des Pächters Platz bietet, macht ein Begehen lebensgefährlich. Das erlebte auch ein Rollstuhlfahrer, dem man versichert hatte, dass die Straße rollstuhltauglich sei. Zu seinem Glück kamen ihm Wanderer zu Hilfe als er nach einem kurzen Stück schon vom Weg abrutschte. Angeblich befahren auch schon Mountainbiker und Motorcrossfahrer diese Straße. Wenn das Gehen schon am Tag problematisch ist, so ist es vor und nach einer Abendveranstaltung noch gefährlicher.
Der alte Weg mit seinen Stufen - der jetzt zerstört wurde - war zwar nicht befahrbar, aber einigermaßen sicher begehbar. Jene Gemeindebehörde, die diese Fahr- und Wanderstraße genehmigt hat, muß auch für alle Gefährdungen und Unfälle verantwortlich gemacht werden. Wir hoffen, dass ein sicherer Gehweg wieder hergestellt wird und fordern die Stadtgemeinde dazu auf.
Die Milch der freien Denkungsart
- oder Auto wisch und weg?
GRÜNE Bad Ischl, 28.04.2007 (rm)
Und daher sprach unser aller Bürgermeister zum Bauprojekt Siriuskogl-Strasse am 26. April 2007 in der Gemeinderatssitzung zu seinen GemeindebürgerInnen:
Bgm. HAAS:
"Das war immer das Ansinnen des Gemeinderates, des Ausschusses, der sich halt damit beschäftigt hat, dass nur der Pächter hinauffahren kann und der kann nur bitte mit einem Traktor hinauffahren.
Eine andere Möglichkeit mit einem PKW rauffahren ist nicht möglich, und ausserdem kommt dort eine Absperrung hin, dass nur der Wirt hinauffahren kann.
Wir haben uns verpflichten müssen, als Gemeinde, gegenüber den Grundeigentümern - sobald die sehen, dass jemand mit einem Motorrad oder mit einem Auto hinauffährt - wird die Vereinbarung gekündigt. Also damit ist das weg - da brauchen wir nicht mehr verhandeln."
Fragen:
Steht da nun ein PKW mutterseelenallein mitten im Walde, ganz allein? Oder ist's eher doch nur ein Traktor?
Und gilt hier: ein Mann, ein Bürgermeister-Wort? Oder biegen sich schon die Bäume?
Auflösung folgt ...
Privatparkplatz Siriuskogl
Siriuskogel-Strasse - Bauarbeiten laufen
OÖnachrichten, 26.04.2007 (ebra)
BAD ISCHL. Gestern haben die Bauarbeiten für die Versorgungsstraße auf den Siriuskogel begonnen - und prompt den Zorn der Grünen geweckt. "Bürgermeister Haas hat in Interviews versprochen, auf den Bau vorerst zu verzichten", schimpft Grünen-Obmann Markus Reitsamer. "So kann man mit der Öffentlichkeit nicht umgehen, das ist unseriös."
Der SP-Bürgermeister kontert: "Reitsamer wusste sehr genau, dass wir bauen. Er kennt den entsprechenden Stadtratsbeschluss." Haas versichert, dass der bestehende Pfad auf den Ausflugsberg ausgebaut wird, damit der Gasthauspächter Transportfahrten unternehmen könne. "Für die Öffentlichkeit herrscht selbstverständlich Fahrverbot", so Haas. Die Arbeiten würden nur einige Wochen dauern.
Vorher...
der Pfad - oder die Bürgermeister-Nicht-Strasse...
Sprengungen für Siriuskogl-Strasse?
Fotos, GRÜNE Bad Ischl, 22.12.2006 (rm)
Kommt tatsächlich eine 2,50 Meter breite Strasse auf den Ischler Siriuskogl?
>>>Presse-Foto
<<< UMFRAGE: Sind Sie für eine Strasse auf den Siriuskogl?
Siriuskogl-Wirt: Versorgungsweg bereits bei Planung vereinbart!
Leserbrief, ISCHLER WOCHE vom 10.01.2007
Nachdem das wunderschöne Ausflugsziel Siriuskogl über Jahre hinweg von den Pächtern vernachlässigt wurde und von den Ischlerinnen und Ischlern samt Gästen dadurch kaum noch wahrgenommen wurde, hat sich die Stadt Ischl dazu entschlossen, in den Hausberg mitten in der Stadt zu investieren und wurde in Zusammenarbeit mit meiner Wenigkeit der Betrieb neu renoviert. Ich habe das Gasthaus Siriuskogl mit dem Vorsatz übernommen, daraus ein erstklassiges Ausflugsziel über den Dächern der Stadt zu machen.
Bei der Planung der Neugestaltung wurde damals schon vereinbart, dass ein Versorgungsweg die bestehende Materialseilbahn, deren Pachtvertrag mit dem Grundstücksbesitzer Herr Wimmer abläuft, ersetzen soll.
GRÜNE Frage: "Wer hat hier mit wem was vereinbart? Wo wurde die Errichtung eines fahrbaren 2,5 Meter breiten Versogungsweges vertraglich festgehalten? Welches Gremium hat eine solche Vereinbarung beschlossen? Haben Bgm. Hass und sein Vize Panhuber hier einfach den Ischler Gemeinderat übergangen?"
Der neue Weg soll eine sichere und unabhängige Warenzulieferung garantieren. Und diese ist notwendig, um einen ordentlichen Gastronomiebetrieb am Siriuskogl zu ermöglichen.
Der Siriuskogl soll für die Ischlerinnen und Ischler sowie für alle seine Gäste ein unvergesslicher Ausflugsberg werden. Und zwar nicht nur aufgrund des idyllischen Anstiegs und der wunderschönen Aussicht auf Bad Ischl und Umgebung, sondern auch in kulinarischer Hinsicht.
Wir sind bemüht, unseren Gästen sorgfältig zubereitete Gaumenfreuden und eine reichhaltige Auswahl an Getränken zu bieten. Damit wir das tun können, brauchen wir eine Möglichkeit, die dafür nötigen Waren jederzeit problemlos anzuliefern. Den Vorschlag, die Ware doch zu Fuß hinaufzubringen, oder andere derartige Ideen, da alles andere „reine Bequemlichkeit" wäre, kann ich also nicht wirklich ernst nehmen.
Ich als Pächter vom Gasthof Siriuskogl freue mich auf alle Fälle auf den neuen Zubringerweg und damit auf die Möglichkeit, Sie im Jahr 2007 bei uns willkommen zu heißen und Sie hervorragend zu bewirten.
Mit den besten Wünschen und Grüßen im neuen Jahr
Günter Pamminger
Siriuskogl-Wirt
Die Maschinen schweigen im Walde
- Bau-Stopp für Ischler Siriuskogl-Strasse!
Glosse, GRÜNE Bad Ischl, 29.12.2006 (rm)
Zuerst spürte er kaum einen Hauch. Dann zog Bgm. Haas im letzten Moment doch die Bau-Notbremse: Nach heftigem Unmut besorgter BürgerInnen und massivem Protest der GRÜNEN Bad Ischl, wird die drohende Strasse auf den Ischler Siriuskogl vorerst nicht gebaut! Der Materiallift wird zumindest bis 2010 weiterhin in Betrieb sein.
Einige wollen sich jedoch weiter in das Strassenbau-Projekt Siriuskogl verkrallen. Und dabei wird (neusprechlich) aus einer projektierten 2,50 Meter breiten Strasse flugs ein "....Zubringerweg, den es in vielen Bergregionen gibt.....".
Man hört des Wanderers Nachtlied. In allen Wipfeln spürest Du das wack're Touristiker-Herz noch ein wenig höher schlagen! Warte nur, balde ist auch bis in die letzten Bergregionen so ein Zubringerweg errichtet. Dann ist über allen Gipfeln Ruh'...
Ischler Gemeinderat gibt grünes Licht für umstrittene Straße auf Siriuskogel
OÖnachrichten vom 18.12.2006
BAD ISCHL. Eine geplante Versorgungsstraße für den Siriuskogelwirt erhitzt die Gemüter in Bad Ischl. Der Gemeinderat segnete das >>>Projekt gegen die Stimmen der Grünen ab.
Die Stadtgemeinde Bad Ischl wird im Frühjahr den Weg auf den >>>Siriuskogel auf 2,50 Meter verbreitern, damit das Wirtshaus auf dem kleinen Ischler Hausberg eine Zufahrtsstraße bekommt.
Bisher wurde die Gaststätte über einen Sessellift mit Waren beliefert. Für Pächter Günter Pamminger war diese Lösung aber unbefriedigend. "Wir müssen flexibler sein. Eine Materialseilbahn reicht für eine Jausenstation - aber nicht für einen richtigen Wirtshausbetrieb."
Die geschotterte Zufahrt werde für den öffentlichen Verkehr gesperrt, versprechen Pamminger und Stadtgemeinde. Stattdessen will der Wirt im Winter eine Rodelbahn auf der Fahrbahn anlegen, und so der Stadt eine Attraktion bieten.
Die Grünen stimmten im Gemeinderat als einzige Fraktion geschlossen gegen das Vorhaben. "Das ist ein ungerechtfertigter und unsensibler Eingriff in die Natur", sagt Obmann Markus Reitsamer, der befürchtet, dass für die Errichtung der Straße Sprengungen notwendig sind. Und der darüber hinaus die geschätzten Kosten von 23.000 Euro für zu niedrig angesetzt hält. "Ich bin außerdem sicher, dass das Fahrverbot im Laufe der Zeit aufgeweicht wird, sobald einmal eine Straße existiert", sagt Reitsamer. "Die Belange des Naturschutzes kommen hier buchstäblich unter die Räder." (ebra)
Diskussion um Sirius-Kogel-"Straße"
OÖnachrichten vom 06.06.2006
Traum und hergerichtete Wirklichkeit
BAD ISCHL. "Mit aller Entschiedenheit" weisen Bad Ischls Bürgermeister Helmut Haas (SP), Vizebürgermeister Johann Panhuber (VP) und Tourismusverantwortliche Befürchtungen der Grünen zurück, die Stadt plane eine Straße auf den Siriuskogel.
Es solle lediglich der bestehende Aufstieg auf den Ausflugsberg "hergerichtet" werden, so Haas und Panhuber in einer gemeinsamen Aussendung. Für den Betreiber des Gasthauses auf dem Siriuskogel wäre es dann einfacher, Waren auf den Berg zu transportieren. Im Winter könnte die nicht asphaltierte Zufahrt außerdem als Rodelbahn benutzt werden.
Leserbrief, GRÜNE Bad Ischl (kb)
Ich freue mich sehr, dass nach zwei Jahren Trostlosigkeit nun ein neues Pächterpaar dem Gasthaus auf dem Siriuskogl wieder Leben einhaucht. Diese Leute sind engagiert und werden durch ihr attraktives Angebot an Speisen, Getränken, Veranstaltungen und Atmosphäre viele Besucher auf den Siriuskogl ziehen.
Aus ökologischen, aber auch aus gemeinde ökonomischen Gründen ist eine Straße auf den Minihausberg strikt abzulehnen.Varianten für eine neue Materialseilbahn sollen längerfristig erarbeitet werden. Dazu darf auch "Hirnschmalz" für Alternativen des Waren- und/oder Personentransports eingesetzt werden. Zu Kaisers Zeiten waren menschliche und tierische Träger eingesetzt. So etwas könnte zu einer touristischen Attraktion aufgebaut und vermarktet werden.
Die Stadtgemeinde als Eigentümer, aber auch die Tourismusverantwortlichen gemeinsam mit den neuen Pächtern sind gefordert, originelle, umweltbewahrende und kostengünstige Modelle zu entwickeln. Als "Fernsehstars" die Einzigartigkeit der Lokalität zu beschwören ist nicht genug! Was haben diese Herren in den letzten zwei Jahren für die Wiederbelebung des Gasthauses getan?
Der smarte, spitzzüngige und eiserne Mag. Molterer hat die ökologische Verantwortung der ÖVP unlängst betont. Und was planen seine Farbkollegen in Bad Ischl? Sie wollen eine Straße auf den Siriuskogl bauen und der SP-Bürgermeister scheint eine Solokür hinzulegen und macht da mit! Eine Straße zu bauen, wo nie eine war, erfordert auch eine Ersttrassierung und ist ökologisch und ökonomisch nicht vertretbar!
Die Stadtgemeinde hat kürzlich nach einigen Defizitjahren wieder ein ausgeglichenes Budget (ohne die Stimmen der ÖVP!?!) beschlossen! Zurzeit werden 600.000.- EURO für dringendst notwendige Straßensanierungen im Stadtgebiet aufgewendet und der zuständige Beamte spricht schon von weiteren nötigen 600.000.- EURO.
Daher ist sicher für eine Straße auf den Siriuskogl kein Geld vorhanden! Bad Ischl bietet mit der >>>Katrin einen Hausberg mit grandioser Aussicht, ausbaubaren Wandermöglichkeiten und gemütlicher, ja uriger Gastronomie. Für Ältere oder gehbehinderte Personen ist die Bergfahrt mittels Seilbahn in wenigen Minuten bequem möglich. Es ist ein Anliegen der Stadtgemeinde Bad Ischl, die Besucherzahl auf der Katrin deutlich zu steigern, um das immense jährliche Defizit (meist um die 500.000.- EURO !!!) zu verringern.
Völlig unverantwortlich seitens echter oder vermeintlicher Ortskaiser ist es, dem neuen Pächterpaar eine Straße auf den Siriuskogl zu versprechen!
Dr. Klaus Brändle
GRÜNE Bad Ischl
home: >>>GRÜNE Bad Ischl