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Tag der Natur 2005

Tag der Natur am Samstag, den 25.06.2005 - Natur erleben und erforschen

Bäume im Park
Natur findet Stadt:
Der Bauerpark als Wohlfühl-Raum

Jeder Bürger hat das Recht auf (s)einen Baum, jedes Kind auf (s)einen Schmetterling!

In diesem Sinne lädt die Bürgerinitiative Bauerpark in Kooperation mit dem Naturschutzbund Oberösterreich am 25. Juni um 16 Uhr zu einer zoologisch-botanischen Exkursion nach Bad Ischl in den Bauerpark. Entdecken Sie mit dem Referenten Mag. Dr. Martin Schwarz vom Naturschutzbund die Wunderwelt des Bauerparks mit seinen zahlreichen Lebewesen. Ein Park bzw. Garten mit vielen verschiedenen Tieren und Pflanzen stellt eine immense Bereicherung für uns dar. Deshalb gibt es bei dieser Veranstaltung zusätzlich viele Tipps und Anregungen zur naturnahen Gartengestaltung. Führungen mit dem Waldpädagogen Ing. Irmfried Fuchs und dem Vogelkundler Robbin Knapp runden das Programm ab.

Wann: Samstag, 25. Juni 2005 (Tag der Natur)

Beginn: 16:00 Uhr (bei jedem Wetter)

Treffpunkt: Kinderspielplatz Bauerpark, Bad Ischl

Referenten:
>>>Mag. Dr. Martin Schwarz (>>>Entomologe), Naturschutzbund OÖ
>>>Ing. Irmfried Fuchs (Waldpädagoge)
>>>Robbin Knapp (>>>Ornithologe)

Mehr Vielfalt und Lebensqualität in Städten und Dörfern. Dieser Aufgabe stellt sich der Naturschutzbund Österreich im Rahmen der Kampagne >>>Natur findet Stadt, die gemeinsam mit dem Lebensministerium gestartet wurde.

Städtische Lebensqualität als die Summe der Wohlfühlfaktoren „vor der Haustür“, entsteht vor allem durch ein Miteinander von Naturraum und Stadtraum. Eine ökologisch orientierte Stadt- und Raumplanung sichert so langfristig das Über-Leben einer Stadt.

Ein Ziel ist dabei das Absichern einer hohen urbanen Lebensqualität in ihrer „natürlichen“ Gesamtheit.

Leitbilder der Raum- und Stadtplanung projizieren Wünsche nach einem idealen Lebensraum. Unterschiedliche Nutzungsansprüche der Politik, der Wirtschaft, des Tourismus an die begrenzte Ressource Boden führen zu Konflikten, die es gilt, gemeinsam und gesamtheitlich zu lösen.

Die „Biosphäre“ Stadt bringt alles unter einen Hut: Wildwuchs und Planung, Ökologie, Wirtschaft, Mensch, Fauna und Flora.

Wird die Stadt Bad Ischl – neben Lebens- u. Wirtschaftsraum – allerdings auch noch als Naturraum wirklich bewusst wahrgenommen?

Will Bad Ischl überhaupt Natur in der Stadt?

Mit konkreter Freiraumplanung soll die Lebensqualität für die Stadt Bad Ischl nachhaltig gesichert werden. Dabei sind Visionen für eine ökologisch orientierte Stadt- und Raumplanung sowie ganz konkrete Schritte zur Hebung der urbanen Lebensqualität aus stadtökologischer Sicht unabdingbar.

Am Tag der Natur findet Natur Stadt!


Infos u. Rückfragen:
Bürgerinitiative Bauerpark >>>Standort
Sprecher: M.u.B. Gschwandtner
Tel. u. Fax: 06132 21910
Handy: 0664 6353572


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Nachlese – Naturerlebnis Bauerpark

05.07.2005 (bg)

Expertenführung am Tag der Natur - 25. Juni 2005

Mehr als 40 Interessenten folgten der Einladung vom Naturschutzbund OÖ und der Bürgergruppe Bauerpark und erkundeten am Tag der Natur das Ischler Naturjuwel, den Bauerpark. Andere Kurorte Österreichs besitzen riesige Kurparks, wie z.B. Bad Hall, der mehr als 3x so groß wie der Bauerpark insgesamt ist.

Einleitend wurde festgestellt, dass der Mensch von Natur aus ordnungsliebend ist und alles gepflegt wissen will. Wo aber der Mensch die Natur in Ruhe lässt, da kann sie sich erst richtig entwickeln. Gerade die ungepflegten Grünflächen, im Volksmund „Gstätt’n“ genannt, sind echte Naturoasen und vor allem Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen, von denen viele auf der roten Liste stehen.

Herr Mag. Dr. Martin Schwarz, Biologe des Naturschutzbundes schaffte es souverän, dass „Natur zum Erlebnis“ wurde. Sein fundiertes Wissen über die Zusammenhänge im Naturhaushalt und die Eingriffe des Menschen in dieses Gleichgewicht war überzeugend. Die Begeisterung über die ernorme Artenvielfalt an Pflanzen, Vögel (mehr als 50 Arten jagen oder nisten im Bauerpark, stellte der Vogelkundler, Herrn Robbin Knapp fest) und Insekten war groß. Entdeckt wurden auch Pflanzen und Tiere, die europaweit unter Schutz stehen.

Dieser Funke sprang auch auf die Besucher über, welche mehr als 3 Stunden - trotz drohendem Gewitter - ausharrten, Fragen stellten und jede Menge an Informationen über naturnahe Gartengestaltung, Einsatz von Nisthilfen und empfehlenswerten einheimischen Sträuchern, Bäumen und Blumen bekamen. Herr Ing. Irmfried Fuchs als Waldpädagoge ergänzte die Ausführungen.

Die von der Wildbachverbauung Bad Ischl zur Verfügung gestellten Vogelschutzgehölze und die von der Voitsauer Wildblumensamenhandlung gespendeten Samenmischungen für ein „Wildes Eck“ als Nektarquelle für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge fanden regen Zuspruch.

Ein anwesender Lehrer erklärte sich spontan bereit mit seinen Schülern, diverse Nistkästen zu basteln, im Park zu montieren und zu pflegen und für seinen Biologieunterricht zu verwenden.

Zum Abschluss dieser äußerst gelungenen Veranstaltung tauchte noch die Frage auf, warum dieses Areal nicht schon längst unter Schutz gestellt wurde. Andere Kur- od. Tourismusorte nutzen solche Parks als Naturlehrpfad. Hinterfragt wurde auch warum von Seiten der Gemeinde nichts zur Kampagne „Natur findet Stadt“ unternommen wird. Der Wunsch nach einem für alle Schulen gemeinsamen Schulbiotop als grünes Klassenzimmer wurde geäußert, wofür sich der Park hervorragend eignen würde.

Klar kam zum Ausdruck, dass uns der Naturschutz etwas wert sein muss und jeder einzelne eine Verantwortung gegenüber der nächsten Generation hat. In Zukunft werden nur mehr Tourismusorte mit intakter Natur punkten.


home: >>>GRÜNE Bad Ischl


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