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Umfrage Tiefgarage

Um etwa 35 Mio. Euro wird die Ischler Kaisertherme bis 2008 umgebaut und modernisiert. Dabei errichtet die OÖ Thermenholding für ihre Gäste im Bereich der Kaisertherme eine eigene Tiefgarage.

An einem erweiterten Tiefgaragenprojekt könnte sich auch die Stadtgemeinde Bad Ischl beteiligen. Dabei würden zusätzlich 200 Tiefgaragen-Parkplätze etwa 3,8 Mio. Euro kosten.

Soll sich die Stadt Bad Ischl an einem solchen Tiefgaragenprojekt beteiligen?

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Bad Ischl bekommt eine Tiefgarage

OÖnachrichten vom 27.09.2006

BAD ISCHL. Rund 350 Parkplätze sollen im kommenden Jahr unter der Erde zwischen Kaisertherme und Bahnhof Bad Ischl entstehen. Parkplatzsuchende müssen dann nicht mehr im Kreis um die Innenstadt fahren.

Ausgerechnet im Aufsichtsrat der OÖ. Thermenholding fiel eine der wichtigsten verkehrspolitischen Entscheidungen der letzten Jahre für Bad Ischl. Bekanntlich will die landeseigene Holding 31 Millionen Euro in den Ausbau der Kaisertherme stecken. Weil dazu auch die Parkplatzfrage gelöst werden muss, werden nun weitere fünf Millionen in eine Tiefgarage gesteckt. Und weil die Gelegenheit günstig ist, kommen zu den so entstehenden 150 Stellflächen weitere 50 für die ÖBB dazu und bis zu 150 für die Stadtgemeinde.

Kostengünstig für Bad Ischl
Bei den Kosten steigt Bad Ischl überraschend gut aus: Jeweils 25 Prozent kommen aus den Budgets von SP-Gemeindereferent Josef Ackerl und VP-Finanzreferent und Landeshauptmann Josef Pühringer. Die restlichen 50 Prozent werden von der Thermenholding über ein Darlehen aufgebracht. "Das heißt, dass die Errichtung der Parkgarage der Stadt nichts kostet", freut sich VP-Wirtschaftsstadtrat und Vizebürgermeister Johann Panhuber.

Und auch der laufende Betrieb der Garage wird Bad Ischl kaum belasten. Es wird damit gerechnet, dass die Garage mit rund 30 Prozent ausgelastet ist. "Dann wäre der Betrieb ein Nullsummenspiel", so Panhuber. "Nur bei geringerer Auslastung ergäben sich Abgänge, und die Stadt müsste anteilsmäßig Kosten übernehmen." Doch diese Gefahr dürfte nicht groß sein: Gmundens Tiefgarage etwa hat eine jährliche Auslastung von 45 Prozent.

Bei den Tarifen will sich die Stadt an den bestehenden oberirdischen Parkplatzgebühren orientieren. Das bedeutet: Ein Euro pro Parkstunde, vier Euro pro Tag, 15 Euro pro Woche und 25 Euro pro Monat.

Tiefgarage

Entlastung im Zentrum
Verkehrstechnisch könnte Bad Ischl von der Tiefgarage profitieren. Da die Ein- und Ausfahrt der Garage vor dem Bahnhof liegen, müssen Parkplatzsuchende, die von Norden in die Stadt kommen, nicht mehr das Zentrum umrunden, sondern können direkt zur Tiefgarage fahren.

Markus Reitsamer von den Grünen ist dennoch skeptisch: "Besser wäre es, wenn die öffentliche Hand mehr Geld für Fußgänger, Radfahrer und öffentliche Verkehrsmittel aufbringen würde."


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