Wo Verkehrs-Ampeln leuchten
und der Kreis-Verkehr blüht
Kommentar GRÜNE Bad Ischl, 12.05.2004 (rm)
In anderen Ländern prägt er schon seit vielen Jahren das Strassenbild. Und auch in anderen Bundesländern gehört er längst nicht nur zum guten Ton moderner Verkehrsplanung - der Kreisverkehr.
So hat etwa der Kreisverkehr an der B 158 im Bereich von Hof im Land Salzburg, allen Unkenrufen zum Trotz, sehr positive Auswirkungen auf den Verkehrsfluss und die Unfallstatik gezeigt. Nun wird ein weiterer Kreisverkehr auf der B 158 in der Gemeinde St. Gilgen errichtet. Weil im Kreisverkehr, im Gegensatz zur Ampelanlage, der Verkehr fliesst und die Geschwindigkeitsverringerung zur Sicherheit auf den Strassen beiträgt. Und das ist nicht nur die Einschätzung von Fachleuten im Land Salzburg.
Nur im Bad Ischl ticken die Verkehrs-Uhren halt wieder mal ganz anders.
Hier hat sich die Stadtgemeinde Bad Ischl seit Jahren wirklich bemüht, im Bereich von Pfandl an der B 158 statt Verkehrsampeln moderne Kreisverkehrsanlagen zu bekommen. Denn wenn im Bereich der B 158 verkehrslenkende Massnahmen notwendig sind, dann schon lieber fliessender Kreisverkehr als Ampel-Rot.
Die Kreisverkehrs-Initiative der Gemeinde Bad Ischl dürfte aber vergeblich gewesen sein. Denn was im Salzburger-Land an der B 158 mehrfach möglich ist, darf in Oberösterreich an der B 158 anscheinend noch lang nicht wahr werden. Das Land OÖ hatte mit Ischl einfach kein Einsehen nicht. Alle Argumente pro Kreisverkehr wurden zurückgewiesen. Das verstehe wer mag.
So wird es nicht nur für die Verkehrsanbindung des neuen BILLA-Marktes (neben dem ÖAMTC-Stützpunkt), von neuen Geschäftsbauten und einer neuen Tankstelle ganz sicher eine weitere Ampel geben. Und die nächste Ampel droht bereits - wenn das Lagerhaus samt Tankstelle ins Gebäude des ehemaligen HOFER-Marktes neben der Schrattvilla einzieht.
Schade drum. Denn vor allem im Sommer wird es auf der B 158 dann oftmals die "Rote Welle" geben. "Nix geht mehr!" und "Schau im Stau!", werden dabei die leidigen Devisen sein. Damit würde Ischl nicht nur an der Romantik-, sondern immer mehr an einer Landes-Stau-Strasse liegen.
Und Kaiser Franz Joseph hätte dazu wohl nur angemerkt: "Ischl war wie immer sehr schön, nur der Verkehrs-Stau hat mich nicht sehr gefreut!"
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